Abschnitt
5.1.3

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5.1.3 Zeichnung 3: Gleisübergänge am Furka-Modul

Um ein Ausreißen der Gleisenden an den Kopfstücken der Module zu vermeiden, bedarf es einer besonderen Befestigung der beiden Schienen. Die normale Befestigung mit den aus Kunststoff nachgebildeten Schienenklammern auf den Schwellen reicht hier nicht aus.

Eine Möglichkeit ist das Verlöten der Gleisenden auf ein Plättchen aus kupferbeschichteten Epoxyd-Platten. Diese Methode kann aber nicht als befriedigend angesehen werden, da die hierfür erforderlichen letzten ca. 20 mm des Gleises nicht eingeschottert werden können. Eine optisch ansprechendere Lösung ist das Anfertigen von neuen Schwellen aus den erwähnten kupferbeschichteten Epoxyd-Platten.

Zunächst werden an den Gleisenden drei der vorhandenen Kunststoffschwellen entfernt. Dann werden aus den Epoxyd-Platten neue Schwellen in einer Größe von 24 x 2,5 mm angefertigt. Die Schwellen lassen sich sehr gut mit einer Laubsäge mit Metallsägeblatt oder mit einer in einer Kleinbohrmaschine eingespannten Trennscheibe aus der Platte schneiden. Nachdem die Schnittkanten der Schwellen mit einer feinen Feile nachgearbeitet worden sind, darf vor dem Anlöten der Schienen auf keinen Fall vergessen werden, die Kupferbeschichtung in der Mitte der Schwellen mit einem feinen Schnitt zu trennen. Ein Kurzschluß zwischen den Schienen wäre sonst die Folge. Dieser Schnitt soll aber nur die Kupferbeschich-tung durchtrennen und nicht in das Epoxydmaterial eindringen, da sonst die mechanische Festigkeit der Schwellen beeinträchtigt wird. Die Trennung erfolgt am besten mit einem feinen Laubsägeblatt oder einem Messer. Anschließend wird die Kupferbeschichtung mit etwas Nitroverdünnung oder Benzin gereinigt und die Schienenfüße auf der Unterseite mit feinem Schleifpapier von der Brünierung gesäubert, um beim Löten eine bessere Haftung zu erreichen. Das Gleis wird jetzt mit einer kleinen Schraubzwinge, einem zwischengelegten Hölzchen und den untergelegten Schwellen auf der Arbeitsplatte festgeklemmt. Da die Epoxyd-Schwellen eine Stärke von 1,5 mm haben wird die Differenz zu den Kunststoff-Schwellen (1,8 mm) mit geeignetem Karton usw. ausgeglichen. Nachdem die neuen Schwellen gleichmäßig ausgerichtet sind, können sie mit den Schienen verlötet werden. Es ist unbedingt die Spurweite von 12 mm einzuhalten! Nach der Reinigung von Lötfettresten werden die neuen Schwellen den anderen farblich mit dunkelbrauner, seidenmatter Farbe angeglichen. Zur Befestigung des Gleises auf dem Trassenbrett werden in die letzte Schwelle zwei Löcher gebohrt. Bei der Verlegung des Gleises muß als Differenzausgleich unter den Epoxyd-Schwellen noch geeigneter Karton o.ä. gelegt werden. Jetzt kann das Gleis bis zur Modulvorderkante vorbildgerecht eingeschottert werden.

Das Gleis darf auf keinen Fall an der Kopfstückaußenkante überstehen (Gefahr der Beschädigung und des Gleisabreißens).

Um das in Punkt 2.4 erwähnte Zurückversetzen um 0,2 mm zu erreichen, ist es ratsam, zunächst außen am Kopfstück eine Meßleiste aus Holz mit Gewindeschrauben in den unter der Gleisachse liegenden Bohrungen zu befestigen. Mit einem 0,2 mm Blatt einer Fühlerlehre oder geeignetem Karton, zwischen Gleisende und Meßleiste eingefügt, kann jetzt der Abstand zur Kopfstückaußenkante festgelegt werden. Nach Beendigung der Gleisverlegung und vor Beginn der Einschotterung sollte dieser Abstand auf jeden Fall noch überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden.

Modulfüße und Aufstellhöhe


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1998 Furka-Modul-Gruppe NRW im Verein Furka-Bergstrecke